Ein LKA packt rechtskräftig freigesprochene (!) Leute in eine Kinderpornofalldatenbank und hält das für völlig in Ordnung. Dürfte bei anderen Polizeibehörden nicht besser aussehen. Meiner Meinung nach müssten solche Datenbanken, sobald nachgewiesen ist, dass illegale oder falsche Einträge in nicht völlig vernachlässigbarer Anzahl vorhanden sind, vollständig gelöscht werden, wenn die Daten sammelnde Behörde nicht innerhalb kürzester Zeit beweist, dass sie die Datenbank zuverlässig gesäubert hat. (Update: In einem Kommentar beschreibt ein Leser einen ähnlichen Fall.)
Ergänzung: Die Forderung die DB vollständig zu löschen, wenn Unsinn drinsteht, ist IMHO nichts extremes, sondern die einzige logische Folge. Sobald zu viele Fehler drin sind, ist die DB eh wertlos, weil man sich nicht auf sie verlassen darf, das Löschen schadet also nicht. Weil anzunehmen ist, dass die Polizei die potentiell falschen Infos aus der DB als Grundlage nehmen wird und Unschuldige belästigt, ist es sogar dringend nötig, die Daten zu löschen. Wenn ein Lutscher in den Dreck fällt, wird das Kind trotzdem versuchen ihn zu essen, wenn man ihn irgendwo liegenlässt. Deswegen muss man ihn wegschmeißen.

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